Vorstellungsgespräch

Was Sie in einem Vorstellungsgespräch erwartet. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten können.

Vorstellungsgespräch

Vorstellungsgespräch

So stelle ich mich persönlich vor 

Der erste Schritt im Bewerbungsprozess ist nun vollbracht: Die Bewerbungsmappe liegt dem Unternehmen vor und begeistert den Personaler. Somit ist die erste große Hürde geschafft, Sie werden zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen. Nun heißt es, Ruhe bewahren und gründlich vorbereiten! Sie wissen, dass Ihre Profil auf den ersten Blick überzeugt hat, versuchen Sie jetzt im Gespräch souverän, kompetent und vor allem sympathisch zu wirken.

Neben fachlichen Kenntnissen kommt es im Gespräch vor allem auf Ihre Persönlichkeit an. Experten äußern, dass im Vorstellungsgespräch die Persönlichkeit zu etwa 70%, die fachliche Kompetenz zu etwa 10% und die Leistungsmotivation zu 20% gewertet werden. Der Personaler wird sich insbesondere die Fragen stellen: "Passt der Bewerber ins Unternehmen?" und "Würde die (interne) Abteilung gern mit dieser Person zusammenarbeiten?". Sie können noch so gut sein - wenn Sie keine gemeinsame Wellenlänge mit Ihrem Gesprächspartner finden, können Sie nicht überzeugen. Diesen Bereich können Sie leider nicht beeinflussen, denn Sie sind wie Sie sind und so sollten Sie sich im Vorstellungsgespräch auch geben. Was Sie jedoch üben können, ist ein sicheres Auftreten. Das erreichen Sie durch eine strukturierte Planung im Vorfeld des Gesprächs.

 

Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch

Im Bewerbungsgespräch werden neben fachlichen und persönlichen Aspekten auch Ihre Lern- und Leistungsmotivation sowie das Interesse am Unternehmen abgeklopft. Das bedeutet, Sie sollten auf der einen Seite Experte über sich selbst sein, d.h. wissen, was Sie können und wollen und dies auch überzeugend darstellen können. Auf der anderen Seite benötigen Sie Kenntnisse sowie Vorstellungen über das Unternehmen und die zu besetzende Stelle. Dies verlangt eine intensive Vorbereitung mit all den genannten Themenbereichen. Die im Folgenden vorgeschlagenen Arbeitsaufträge ermöglichen eine solide Grundlage für ein sicheres Auftreten im Vorstellungsgespräch.

 

Der erste Eindruck zählt

Der erste Eindruck entsteht in den ersten Sekunden und lässt sich meist nur schwer wieder rückgängig machen. Er wird durch drei Einflussfaktoren bestimmt - allerdings in unterschiedlicher Ausprägung. Die folgende Darstellung zeigt die jeweiligen Prozentanteile der verschiedenen Aspekte.
Wie Sie sehen, kommt es in erster Linie auf visuelle Elemente an, wie zum Beispiel Aussehen, Haltung, Kleidung, Gestik, Mimik und Bewegung. Gleich danach wirkt die Qualität der Stimme, d.h. Tonfall, Klang, Rhythmus, Dialektfärbung und Atmung. Erst dann nehmen die Worte, also der Inhalt des Gesprochenen, einen Einfluss auf den ersten Eindruck.
Ihre Ausstrahlung ist für das positive Ankommen beim Gesprächspartner sehr entscheidend. Achten Sie daher neben einer sauberen und zur Position angemessenen Kleidung, auf eine aufrechte und freundliche Körperhaltung. Haben Sie zudem immer ein Lächeln auf den Lippen, das wirkt sympathisch und beeinflusst den Klang der Stimme. Die vorliegende Tabelle zeigt Ihnen, wodurch Sie einen positiven Eindruck hinterlassen können und welche Dinge Sie lieber vermeiden sollten.

 

Tipp:
Im Bewerbungsgespräch sollten Sie Experte über Ihre eigene Person sein, d.h. Sie sollten prägnant erzählen können, wer Sie sind, was Sie beruflich erlebt haben und wohin bzw. was Sie wollen. Setzen Sie sich daher noch einmal strukturiert mit Ihrem Leben auseinander und beantworten Sie für sich die Fragen auf dem Übungsblatt "Selbstpräsentation". Sie werden sehen, die persönliche Vorstellung wird Ihnen dadurch leichter fallen.
Abgesehen von der persönlichen Darstellung wird im Bewerbungsgespräch auch darauf geachtet, wie präzise Sie über das Unternehmen informiert sind. Recherchieren Sie daher so gut es geht durch:

  • Internet (Homepage, Suchmaschinen)
  • Jahresbericht, Selbstdarstellungsbroschüren vom Unternehmen
  • Stellenausschreibungen
  • Zeitungs- bzw. Zeitschriftenartikel

Tragen Sie alle Ihnen bekannten Informationen des Unternehmens in die Liste "Unternehmensrecherche" ein. Diese Übersicht können Sie auch gerne mit zum Vorstellungsgespräch nehmen, so zeigen Sie eine gute Vorbereitung und fühlen sich zudem sicherer im Gespräch

Arbeitsblatt: Selbstpräsentation 
Warum habe ich mich für meine Ausbildungs- bzw. Studienrichtung entschieden? Für welche konkreten Aufgaben war ich bei meinen letzten Jobs/Praktika verantwortlich? Welche Stärken besitze ich? (mit Beispielen belegen) Welche Schwächen gestehe ich mir ein? (mit Beispielen belegen) Womit beschäftige ich mich gerne in meiner Freizeit?

Positiv

  • Pünktlichkeit
  • Lächeln/Freundlichkeit
  • Offene Körperhaltung
  • (nicht zu) fester Händedruck
  • Persönliche Anrede
  • Blickkontakt
  • Aufmerksam zuhören

Negativ

  • Kaugummi kauen/Bonbons lutschen
  • Zuviel Lässigkeit
  • Handygebrauch
  • Ungepflegte, zu freizügige Kleidung
  • Hände in der Tasche
  • Mangelnde Höflichkeit
  • Slang
     

Das Thema Pünktlichkeit wird an dieser Stelle noch einmal herausgegriffen, weil es den ersten Eindruck entscheidend mitbestimmt. Es mag Personaler geben, die das Zuspätkommen als menschlich betrachten und darüber hinwegsehen. Für andere Personalleiter ist Unpünktlichkeit ein absolutes Ausschlusskriterium. Ihr Gespräch wäre also schon vor Beginn "gelaufen". Planen Sie daher rechtzeitig Ihren Weg zum Vorstellungstermin. Rechnen Sie mindestens eine halbe Stunde Pufferzeit ein, da immer etwas Unvorhersehbares geschehen kann. Wenn Sie viel zu früh ankommen, gehen Sie einfach noch eine Runde um den Block. Die frische Luft verschafft Ihnen einen klaren Kopf. Gehen Sie maximal 10 Minuten vor Ihrem Termin ins Unternehmen, da Personaler meistens einen engen Zeitplan haben und sich Ihnen nicht viel eher widmen können.

 

Tipp Falls das Unternehmen in Ihrer Nähe liegt, dann fahren Sie ruhig einen Tag vorher die Strecke ab. So haben Sie die Möglichkeit, in Ruhe nach Parkplätzen und dem Eingang zu schauen. Bel sehr weiten Anfahrtswegen empfiehlt sich eine Übernachtung im Hotel, um ausgeruht und stressfrei anzukommen.
 

Ablauf eines Bewerbungsgesprächs

So oder sehr ähnlich verlaufen in der Regel persönliche Vorstellungsgespräche. Sie werden freundlich vom Personaler begrüßt und anfangs in einen kleinen Small talk verwickelt, so dass Sie zunächst einmal ankommen und sich etwas beruhigen können. Beispielsweise wird in der Warming up-Phase nach der Anreise gefragt oder über das Wetter gesprochen. Dies findet meistens auf dem Weg zum Besprechungsraum statt.
Wenn Sie dort Ihre Plätze eingenommen haben und Ihnen etwas zu trinken angeboten wurde, erläutert der Personaler Ihnen zunächst einmal den genauen Ablauf des Gesprächs. Im Anschluss stellen sich Ihnen Ihre Gesprächspartner (meist ein Mitarbeiter aus der Personalabteilung und der Vorgesetzte aus der Fachabteilung) vor. Das bedeutet für Sie noch einmal tief durchatmen. Denn in den nächsten beiden Gesprächsblöcken (Lebensweg und Bewerbungsmotivation) stehen Sie im Mittelpunkt. Ihnen werden Fragen zu Ihrem beruflichen Werdegang, Ihren speziellen Erfahrungen und Kenntnissen sowie zu Ihrer Motivation in Bezug auf die Position und das Unternehmen gestellt. Welche Fragen konkret auftreten können, entnehmen Sie dem Kapitel 4.4 "Auf die Fragen kommt es an".
Der Part der Untemehmens- und Stellenvorstellung ist variabel einsetzbar. Es kann sein, dass er weit am Ende erfolgt oder aber direkt nach der Vorstellung Ihrer Gesprächspartner. Des Weiteren ist es möglich, dass Sie - bevor das Unternehmen vorgestellt wird - nach Ihrem Wissen über die Firma gefragt werden. Darauf sollten Sie immer gefasst sein und sich dementsprechend sehr gut vorbereiten. Selbstverständlich haben auch Sie das Recht, Fragen an Ihre Gesprächspartner zu stellen. Nehmen Sie diese Gelegenheit ruhig wahr. Oftmals klären sich zwar viele Fragen bereits im Vorfeld, aber Sie sollten sich immer noch zwei bis drei Fragen überlegt haben, denn das zeugt von großem Interesse und sehr guter Vorbereitung. Abgeschlossen wird das Gespräch meistens mit den Fragen nach dem Gehaltswunsch und dem frühest möglichen Eintrittstermins. Die Dauer liegt meist zwischen 45 Minuten und 1- 2 Stunden, dies ist von der zu besetzenden Position und vom jeweiligen Interviewer abhängig. Dann haben Sie es geschafft.

 

Auf die Fragen kommt es an Lebensweg:

Bitte schildern Sie uns Ihren bisherigen Lebensweg, indem Sie sich auf die Dinge beziehen, die für unser Unternehmen von Interesse sein könnten! Welche beruflichen Tätigkeiten haben Sie bis jetzt ausgeübt? Warum haben Sie gerade diesen (beruflichen) Weg gewählt? Was haben Sie in den einzelnen Stationen gelernt, wovon Sie noch heute profitieren? Wenn Sie könnten, was würden Sie heute anderes machen? Wer oder was hatte den größten Einfluss auf Ihre bisherige Entwicklung?

 

Planung und Organisation:

  • Wie planen Sie einen gewöhnlichen Arbeitstag?
  • Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Erfolge keine "Zufallsprodukte" sind?
  • Wie behalten Sie im Rahmen Ihrer Tätigkeit den Überblick über noch unerledigte Aufgaben?
  • Wie setzen Sie Prioritäten? Nach welchen Kriterien setzen Sie Prioritäten?
    • Beschreiben Sie bitte, wie Sie Ihre Kundenbeziehungen pflegen und ausbauen?
    • Wie gehen Sie dabei konkret vor?
    • Wie gut haben Sie die vorhandenen Potentiale ausgenutzt?
  • Was haben Sie vor, um die Verkaufspotentiale noch besser auszuschöpfen?

Bitte schildern Sie uns eine Situation, in der Sie unter starken Druck gekommen sind!
 

Konfliktfähigkeit:

  • Was war bislang Ihr größter beruflicher Konflikt?
    • Was ist dort konkret passiert?
    • Wie sind Sie damit umgegangen?
    • Wie hat der Konflikt geendet?
  • Welchen Konflikten gehen Sie am liebsten aus dem Weg?
     

Teamfähigkeit:

  • Schildern Sie bitte an hand von Beispielen, wie Sie im Team zusammenarbeiten!
  • In welchen Teams haben Sie bislang besonders erfolgreich gearbeitet?
  • In welchen Situationen ist es Ihnen schwer gefallen mit anderen zusammenzuarbeiten?
  • Welche Rolle haben Sie in der Vergangenheit im Team gespielt?
     

Bedürfnisse und Wünsche:

  • Welche Rahmenbedingungen benötigen Sie, um als Mitarbeiter in unserem Unternehmen erfolgreich zu sein?
  • Welche Unterstützung brauchen Sie, um überdurchschnittlich erfolgreich zu sein
  • Was erwarten Sie von Ihrem Chef/Ihren Kollegen?
     

Sonstige Fragen:

  • Wo wollen Sie beruflich in fünf Jahren stehen?
  • Mit welchen Eigenschaften würden Ihre Kollegen Sie beschreiben?
  • Wo liegen Ihre Stärken und wo Ihre Schwächen?
  • Was war in der letzten Zeit Ihr größter beruflicher Erfolg/Misserfolg?
  • Wie sind Sie damit umgegangen?
  • Wie motivieren Sie sich nach einem Misserfolg zu einem neuen Versuch?
  • Was machen Sie, wenn Sie nicht arbeiten? Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
  • Welchen Ausgleich haben Sie? Wie bauen Sie Stress ab?
  • Wie gelingt es Ihnen, berufliche Anforderungen, Privatleben und Freizeit zu vereinbaren?
  • Warum wollen Sie in unserem Unternehmen tätig werden?
  • Welche Aufgaben interessieren Sie bei der zu besetzenden Position am meisten?
  • Was reizt Sie an der neuen Aufgabe?
  • Was versprechen Sie sich von der neuen Aufgabe?
  • Welche mit der künftigen Aufgabe vergleichbaren beruflichen Situationen haben Sie bereits erlebt?
  • Was wird sich für Sie persönlich ändern, wenn Sie künftig in unserem Unternehmen tätig sind?
  • Welche Qualifikationen und Fähigkeiten möchten Sie noch auf- oder ausbauen?
  • Welche Entwicklungsfelder sehen Sie noch bei sich selbst?
  • Wie gut kennen Sie unsere Produkte und Dienstleistungen?
  • Was würden Sie an unserem Unternehmen verändern?
  • Welche Position könnte noch für Sie interessant sein?
  • Wann können Sie frühestens bei uns beginnen? Welche Gehaltsvorstellung haben Sie?

Über Ihre persönliche Gehaltsvorstellung sollten Sie sich im Vorfeld gründlich Gedanken machen. Es sieht nicht gut aus, wenn Sie keinen Betrag beziffern können oder eine übertrieben hohe Zahl angeben. Informieren Sie sich über die branchenspezifischen Gehälter. Das Geld muss immer für beide Parteien passen. Wenn Sie sich unter Wert verkaufen, sind Sie nach geraumer Zeit unzufrieden und das ist auch nicht Ziel des Unternehmens.
 

Stressfragen

Manchmal versuchen Personaler Sie als Bewerber bewusst zu provozieren, um Ihre Reaktion zu erfahren.
Warum haben Sie die Schule/das Studium abgebrochen? Warum haben Sie so lange studiert? Was spricht gegen Sie als Kandidat? Was machen Sie, wenn wir uns gegen Sie entscheiden? Warum haben Sie Ihren Job gekündigt (ohne eine neue Stelle zu haben)? Warum ist Ihr letztes Arbeitszeugnis so schlecht ausgefallen? Wovor fürchten Sie sich? Wie oder was denken Sie über den Sinn des Lebens?
Bleiben Sie cool! Da Sie nun wissen, dass es solche Fragen gibt und sich dementsprechend vorbereiten können, können Sie gelassen und sachlich antworten. Lassen Sie sich zum Beispiel durch die Frage: "Was spricht gegen Sie als Kandidat?" nicht verunsichern. Reagieren Sie souverän, machen Sie sich bewusst, dass Sie aufgrund Ihrer Bewerbungsunterlagen für das Unternehmen interessant sind. Erläutern Sie zunächst Ihre positiven Eigenschaften, die sie für die Ausübung der Stelle bereits mitbringen und gehen danach auf ein bis zwei ausbaufähige Aspekte ein, die jedoch für die ausgeschriebene Position nicht wirklich gegen Sie sprechen.
 

Unzulässige Fragen

Auch wenn Sie als Bewerber viele Fragen wahrheitsgemäß beantworten sollten, gibt es Themen, zu denen Sie schweigen oder auch lügen dürften. Das Grundgesetz stellt mit der Veröffentlichung des so genannten "Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes" (AGG) den Schutz vor Benachteiligung sicher. Folgende Fragen sind demnach rechtswidrig: Welche Religionszugehörigkeit haben Sie? (Ausnahme stellt hierbei das Arbeiten für eine kirchliche Institution dar.) Verfolgen Sie eine konkrete politische Richtung? Engagieren Sie sich in einer Gewerkschaft? Wie sieht Ihre zukünftige Familienplanung aus? Wollen Sie Kinder? Welche früheren Krankheiten hatten Sie? Wie sehen Ihre privaten Vermögensverhältnisse aus?
 

Meine Fragen

Wie viele Kollegen gibt es in der Abteilung? Wer werden meine direkten Ansprechpartner sein 7 Wer ist mein direkter Vorgesetzter? Wie sieht eine Einarbeitungsphase aus? Welche Erwartungen haben Sie an Ihren neuen Mitarbeiter? Gibt es Führungsleitsätze? Wie sind die Möglichkeiten sich in Ihrem Haus beruflich weiterzuentwickeln? Mit welcher Software arbeiten Sie? Warum hat der Vorgänger die Stelle gekündigt?/Warum hat sich dir Firma zur Schaffung dieser Stelle entschlossen? Fragen, die Sie beim ersten Gespräch vermeiden sollten, sind solche, die primär Ihre persönlichen Interessen betreffen, wie z.B.: Wie sind die Arbeitszeiten? Muss ich Überstunden machen? Werden Überstunden bezahlt oder als Freizeit ausgeglichen? Wie viel Urlaub bekomme ich?

 

Nachbereitung des Bewerbungsgesprächs

Das Vorstellungsgespräch ist geschafft und Sie meistens auch, weil es hohe Konzentration von Ihnen abverlangt. Dennoch sollten Sie das Gespräch und Ihre eigene Person noch einmal zeitnah reflektieren. Sie erhalten dadurch zum einen eine bessere Entscheidungsbasis, wenn Sie die Angebote des Unternehmens notieren, und zum anderen hilft es, Ihr Auftreten für weitere Bewerbungen zu stärken.

 

Tipp: Wenn Sie zu Hause angekommen sind und sich erst einmal etwas entspannt haben, nehmen Sie sich ausreichend viel Zeit und lassen das Gespräch noch einmal Revue passieren. Notieren Sie sich erstens, welche Informationen Sie vom Unternehmen erhalten haben und wie es auf Sie gewirkt hat und zweitens, wie Sie sich präsentiert haben. Das Arbeitsblatt "Nachbereitung des Vorstellungsgesprächs" ermöglicht Ihnen, alle wesentlichen Aspekte festzuhalten.
Nachbereitung des Bewerbungsgesprächs 
Wie heißen meine Ansprechpartner und wie haben Sie auf mich gewirkt? Welche Eindrücke habe ich vom Unternehmen insgesamt? Welche zusätzlichen Informationen habe ich über das Unternehmen und die ausgeschriebene Position bekommen? Welche Anforderungen stellen die Gesprächspartner an den zukünftigen Mitarbeiter? Mit welchen Fragen habe Ich nicht gerechnet? Wie habe ich mich vom Empfang bis zur Verabschiedung gefühlt? Welche Inhalte meiner Selbstpräsentation habe ich gut dargestellt? Welche Inhalte könnte ich besser formulieren? Wie habe ich - aus meiner Wahrnehmung - auf die Gesprächspartner gewirkt? Was könnte ich zukünftig besser machen? Möchte ich für dieses Unternehmen und in dieser Position arbeiten? (Begründung)

Das Dankesschreiben nach dem Bewerbungsgespräch

Der Gesamteindruck des Bewerbers während des Bewerbungsprozesses lässt auch Rückschlüsse auf sein Verhalten am Arbeitsplatz zu. Daher kann eine höfliche Geste, wie eine E-Mail oder ein postalisches Dankesschreiben als Abschluss für eine Bewerbung mitentscheidend sein. Durchschnittlich 74 Prozent der Führungskräfte halten 11. einer Umfrage des Robert Half International ein Dankesschreiben nach einem Bewerbungsgespräch für positiv, doch nur 3,8 Prozent der europäischen Bewerber schicken nach einem Bewerbungsgespräch ein Dankesschreiben. Besonders bei den in die Personalentscheidung eingebundenen Fachabteilungen kann man so oft zusätzlich ff Punkte sammeln.
In Form eines kurzen Briefs erhalten Sie hier noch einmal die Möglichkeit, Ihr Interesse zu unterstreichen, Ihren potenziellen Arbeitgeber an Sie zu erinnern oder etwas zu ergänzen, was Sie im Bewerbungsgespräch oder in den Unterlagen vergessen haben.
Der Brief bzw. die Email sollte kurz und präzise sein. Bedanken Sie sich bei der Person für das Treffen und überprüfen Sie unbedingt die Richtigkeit der Namen und Titel der Ansprechpartner. Nehmen Sie gezielt Bezug auf einige Themen, die diskutiert wurden oder von besonderem Interesse für Sie sind und ergänzen Sie, was Sie vielleicht vergessen haben zu sagen. Am Ende betonen Sie noch einmal Ihr Interesse an der Position und dem Unternehmen.
Wenn Sie das Dankschreiben per Post schicken, verwenden Sie die gleiche Aufmachung und das gleiche hochwertige Papier wie in der Bewerbung. Achten Sie darauf, dass Sie das Dankesschreiben so schnell wie möglich abschicken - am besten innerhalb von 24 Stunden nach dem Bewerbungsgespräch.

 

Habe ich an alles gedacht?

  • Bewerbungsunterlagen für die spezifische Stelle noch einmal durchgelesen Informationen über das Unternehmen eingeholt und eingeprägt Selbstpräsentation eingeübt
  • Gute Argumente überlegt, warum genau ich der/die Richtige für diesen Job bin Auf typische Fragen vorbereitet
  • Auf Stressfragen vorbereitet
  • Meine Fragen an das Unternehmen überlegt
  • Anreise mit genügend Zeit geplant, um ausgeruht und pünktlich zu erscheinen
  • Gehaltswunsch festgelegt (mit branchenüblichen Gehältern verglichen)
     

Am Tag des Gesprächs

  • Ansprechend gekleidet und gut gepflegt
  • Dezentes/r Parfüm/Rasierwasser, Schmuck und Make-up
  • Folgendes eingepackt:
    • Wegbeschreibung Bewerbungsunterlagen
    • Unterlagen über das Unternehmen Meine vorbereiteten Fragen
    • Block und zwei funktionierende Stifte

Folgendes bewusst gemacht:

  • Selbstbewusst und freundlich auftreten
  • Auf Körperhaltung achten
  • Eigene Stärken vor Augen haben und wissen, wozu sie der Firma nutzen können
     

Nachbereitung des Bewerbungsgesprächs

Wie heißen meine Ansprechpartner und wie haben Sie auf mich gewirkt? Welche Eindrücke habe ich vom Unternehmen insgesamt? Welche zusätzlichen Informationen habe ich über das Unternehmen und die ausgeschriebene Position bekommen? Welche Anforderungen stellen die Gesprächspartner an den zukünftigen Mitarbeiter? Mit welchen Fragen habe ich nicht gerechnet?

 

Verwandte Artikel