Mitarbeiterführung

Ohne Gesprächsführung gibt es erfolgreiche Lösungen nicht, wir stellen Ihnen vor wie alles läuft! Mitarbeiterbeurteilung soll nicht stressvoll sein!

Führungsstile

Führungsstile

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten Ihre Mitarbeiter zu führen.

 

Die Frage, wie ein Vorgesetzter mit seinen Mitarbeitern umgeht, ist für die Arbeitsweise, für die betriebliche Stimmung und nicht zuletzt für den Erfolg eines Unternehmens von entscheidender Bedeutung. Dabei ist es, wie in vielen Bereichen, auch beim Führungsstil nicht immer leicht ein ideales Modell zu benennen, geschweige denn umzusetzen. Das liegt schon allein daran, dass Führung nicht in einem luftleeren Raum stattfindet, sondern immer von der Persönlichkeit der Beteiligten, den Möglichkeiten des Unternehmens und der allgemeinen Situation abhängig ist.

Dennoch können die hier benannten Modelle gute Orientierungspunkte abgeben. Neben den drei Hauptstilen der autoritären, kooperativen und der Laissez-faire Führung, werden hier auch zwei komplexere Kombinationsmodelle vorgestellt.

 

Autoritärer Stil

Hier ist das Wort des Vorgesetzten Gesetz. Entscheidungen liegen allein in seinem Verantwortungsbereich und die Mitarbeiter haben weder ein Kontrollrecht, noch werden sie an irgendeiner Art von Entscheidungsprozessen beteiligt. Auch eine Delegation von anspruchsvollen oder kreativen Aufgaben findet nicht statt. Die Mitarbeiter sind im Wesentlichen Befehlsempfänger.

Der wichtigste Vorteil dieses Stils liegt in der Möglichkeit zu schnellen, direkten und unkomplizierten Entscheidungen. Auf der anderen Seite fällt schon allein aus Mangel an spannenden Tätigkeiten, die Arbeitsmotivation und die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen in dieser Variante gering aus. Auch der Kreativität der Mitarbeiter ist dieser Stil wenig förderlich.

 

Kooperativer Stil

Dieser Führungsstil setzt auf einen Interessenausgleich zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten. Beide Ebenen gestalten die Entscheidungen und Aktivitäten des Betriebes gemeinsam. Die Mitarbeiter besitzen außerdem ein Kontrollrecht gegenüber dem Vorgesetzten.

Von Vorteil ist bei dieser Variante vor allem die erhöhte Leistungsbereitschaft und Motivation, die durch die erhöhte Kollegialität und Partnerschaft zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten entsteht. Gleichzeitig stellt dieser Stil aber auch hohe Anforderungen an die Fähigkeit zur Selbstkontrolle, die Selbstständigkeit und das Verantwortungsbewusstsein der Mitarbeiter. Zudem ist ein funktionierender Informationsfluss hier besonders wichtig. Alle Aufgaben und Arbeiten müssen klar verteilt sein, damit sie auch unter komplexen Bedingungen reibungslos erledigt werden können.

 

Laissez-faire Stil

Laissez-faire bedeutet „machen lassen.“ Und genau darum geht es bei diesem „Führungsstil“, der im Grunde eher auf Führung verzichtet. Gegenüber den Mitarbeitern herrscht vornehmlich Gleichgültigkeit und es kommt kaum oder gar nicht zu steuernden Eingriffen in deren Arbeitsprozess. Information findet nur nach dem Zufallsprinzip statt. Die Mitarbeiter sind hier dazu gezwungen sich selbst, zu kontrollieren.

Dieser Stil bietet keine wirklichen Vorteile und ist - wenn überhaupt - nur anwendbar, wenn die Mitarbeiter hoch diszipliniert, qualifiziert und interessiert sind. Ansonsten kommt es zu Disziplinlosigkeit, Unordnung und einem schnellen Zerfall der Mitarbeitergruppen, die fast nur noch auf ihr Eigeninteresse bedacht sind.

 

Das zweidimensionale Führungsmodell

Dieses Modell setzt sich aus den beiden Dimensionen der „Aufgabenorientierung“ und der „Mitarbeiterorientierung“ zusammen. Zu den wichtigsten Vertretern dieses Modells gehört das „Managerial Grid“ – Modell von Blake und Mouton. In ihrem Modell können die beiden Dimensionen 9 verschiedene Ausprägungen annehmen, die in ihrer Kombination verschiedene Führungsstile ergeben. Exemplarisch seien hier drei Kombinationen genannt.

Kombination 1/1:
Diese Kombination repräsentiert einen Stil, der sich weder durch besondere Aufgabenorientierung, noch durch einen starken Mitarbeiterfokus auszeichnet. Hier ist vonseiten der Vorgesetzten und Mitarbeitern nur pflichtgemäße Aufgabenerfüllung an der Tagesordnung. Der Aufwand ist dabei gerade so groß, dass das Unternehmen erhalten werden kann.

Kombination 1/9
Ein idealistischer Führungsstil, bei dem vor allem auf die zwischenmenschlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter Rücksicht genommen wird. Dies führt zu einer freundlichen und spannungslosen Arbeitsatmosphäre. Ein Nachteil ist aber, dass diese Variante zu geringen Leistungen und der Vernachlässigung wichtiger Arbeiten führen kann.

Kombination 9/9:
Diese Kombination kann als idealer Führungsstil betrachtet werden. Vorgesetzte und Mitarbeiter verfolgen ein gemeinsames Ziel und es herrscht eine hohe Zufriedenheit bei beiden Parteien. Die Prozesse sind von starker Arbeitsteilung geprägt. Probleme werden hier von allen Beteiligten auf kooperative Weise gelöst.

 

Dreidimensionales Führungsmodell

Dieses Modell erweitert den zweidimensionalen Führungsstil um die Dimension der effektivitätsorientierten Führung. Zusätzlich wird hier in Verhaltensstil, Beziehungsstil, Aufgabenstil und Integrationsstil unterteilt. Das Modell gibt dabei keinem Stil den Vorzug. Welche Methode die richtige ist, hängt von der Situation ab. Diese wird wiederum von Faktoren wie der Arbeitsorganisation, der Arbeitsweise und der Zielsetzung des Vorgesetzten beeinflusst.

 

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